Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr

Jünkerath - Glaadt

Die heutige Feuerwehr Jünkerath wurde 1897 in der damaligen Gemeinde Glaadt als Freiwillige Feuerwehr Glaadt gegründet. Sie entstand auf Anregung der Herren Peter Josef Keul, Clemens Manstein, Lorenz Leinen, Josef Pfeil und Johann Auweiler. Erster Brandmeister der Wehr war Peter Josef Keul, beschäftigt als Lokführer in Jünkerath. Er kam aus Loogh bei Kerpen.

Die Feuerwehr ist gegründet worden, da zur damaligen Zeit das Gefahrenpotential in der Gemeinde rasant angestiegen war. Grund dafür waren die sich auf das ganze Kylltal ausbreitenden Anlagen der Bahn, sowie die Jünkerather Gewerkschaft (heute Demag – Ergocast). Um die Jahrhundertwende war das Werk mit 480 Beschäftigten der größte Arbeitgeber im Kreis Daun. Damit verbunden entstanden in Jünkerath zahlreiche Wohnhäuser des Werks und der Bahn.

 Feuerwehr Glaadt vor dem 1. Spritzenhaus an der Glaadter Kirche, 1925

Feuerwehr Glaadt vor dem 1. Spritzenhaus an der Glaadter Kirche, 1925:

Vordere Reihe:

Hilarius Klinkhammer, Bernhard Kloep, Wilhelm Altenweg (Brandmeister), Valentin Wallers, Thomas Schröder, Hubert Bauer

2. Reihe:

Heinrich Pfeil, Nikolaus Schleder, Heinrich Bauer, Peter Greiff, Johann Lamberts, Martin Bauer, Hilarius Lamberts

3. Reihe:

Johann Lintz, Peter Kloep, Anton Harings, Gottfried Görig, Josef Schröder

Hintere Reihe:

Lambert Harings, Peter May 

Die damalige Ausrüstung der Wehr bestand aus persönlicher Schutzausrüstung (Helm und Jacke), sowie der allgemeinen Ausrüstung aus Schlauchmaterial, Hakenleitern und einer fahrbaren Handdruckspritze. Die Spritze wurde von einem Pferdegespann gezogen. An der Pumpe benötigte man 6 Mann, die mit kräftigen Hüben das Wasser förderten. Mit etwa 55 Doppelhüben pro Minute konnte man ca. 250 l Wasser pro Minute fördern. Die Wasserentnahme erfolgte meist aus Hydranten aus dem örtlichen Wasserleitungsnetz. Die erste Wasserleitungs- versorgung wurde in Glaadt im Jahre 1904 erbaut. Den Wasserkübel an der Spritze konnte man ab jetzt durch die Hydranten füllen. Vorher musste der Kübel durch Eimerketten vom Bach befüllt werden, da diese Pumpe nur eine Druckpumpe war und kein Wasser ansaugen konnte. Im Jahr 1905 wurde Gustav Manstein zum Brandmeister ernannt, welcher aber 1910 tödlich verunglückte. Daraufhin wurde Christian Leinen Wehrführer.