Im gleichen Jahr wurde im Landkreis Daun ein ABC-Zug gebildet. Die Feuerwehr Jünkerath stellte zusammen mit den Feuerwehren aus Stadtkyll, Schüller und Schönfeld den 2. ABC – Zug des Kreises Daun. Die Feuerwehr Jünkerath stellte die Dekontaminationsgruppe des ABC – Zuges. Der Kreis stationierte in Jünkerath einen vom Bund finanzierten gebrauchten Mercedes-Benz Unimog S 404 als Entgiftungsfahrzeug (EF). Das Fahrzeug wurde in den 60er Jahren vom Bund in Luftschutzeinheiten bei Feuerwehren stationiert. Das Fahrzeug besaß einen 800 l Löschwassertank und war für eine Besatzung von 3 Mann vorgesehen. Seit Ende der 60er Jahre hatte sich der Aufgabenbereich der Feuerwehr wesentlich erweitert. Ursprünglich zählte nur der Brandschutz zur Aufgabe der Feuerwehr, mittlerweile leistete die Wehr zusätzlich Dienste im Sektor der technischen Hilfe und im Katastrophenschutz.

Am 15. Mai 1977 feierte man das 80- jährige Stiftungsfest der Wehr. Es wurde auf der Wiese am Gerätehaus in Glaadt im Festzelt gefeiert. Brandmeister und Wehrführer in dieser Zeit war Josef Lorse. Damals zählte die Wehr 39 aktive Mitglieder.

Gruppenfoto 1977

Gruppenfoto Feuerwehr Jünkerath 1977,  von links nach rechts:

Hintere Reihe:

Heinz Crump, Josef Kloep, Bodo Bauer, Hans Kaufmann, Karl-Heinz Schleder, Albert Bauer, Berthold Etten, Helmut Lücking, Rudolf Bauer,

Mittlere Reihe:

Jakob Lorse, Josef Koch, Rudolf Schmidt, Clemens Romag, Michael Klinkhammer, Reinhold Etten, Willi Bauer, Heinz Schui, Helmut Daniel, Helmut Bauer, Hubert Leinen, Heinz Bauer, Josef Lorse, Hubert Schleder, Peter Eich, Thomas Koep, Edmund Bauer, Mathias Simonis, Hubert Michels,

Vordere Reihe:

Peter Kloep, Theodor Schmidt , Christian Altenweg, Alois Kaufmann, Gottfried Görig, Michel Manstein

Im Jahr 1977 wurde unsere Feuerwehr erstmalig mit Funkgeräten ausgestattet. Anfang der 80er Jahre erhielt die Wehr die ersten Funkmeldeempfänger zur Alarmierung. Im Keller des Rathauses der Verbandsgemeinde wurde zudem eine Funkfeststation eingerichtet. Im Falle eines Einsatzes wird diese während der Dienstzeit durch Personal der Verwaltung und sonst durch geschultes Personal der Jünkerather Feuerwehr besetzt Die Funkmeldeempfänger dienten zur Alarmierung des Personals für die Feuerwehreinsatzzentrale. Von hier aus war es möglich weitere Feuerwehren per Funksirenen zu alarmieren. Eine Verständigung mit den Einsatzkräften vor Ort war über Funk möglich. Seit Einführung von Funkgeräten wurden jedes Jahr vier Funkübungen innerhalb des Stützpunktes abgehalten, sowie eine Abschlussübung mit den Feuerwehren der gesamten Verbandsgemeinde. Zur Simulierung des Ernstfalles wurde einmal jährlich eine Alarmübung organisiert, meistens unter der Beteiligung der benachbarten Wehren. So nahm die Wehr auch an der Katastrophenschutzübung „Grenzwald“ im Jahr 1985 teil. Angenommen wurde hier ein Großwaldbrand im Grenzbereich um Scheid, Losheim und Udenbreth. Mit insgesamt 2.500 Helfern aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurden die Flammen bekämpft. Unter Mitwirkung von DRK, THW und Einsätzen von Löschflugzeugen und Hubschraubern wurde die Übung ein interessantes Ereignis für die Öffentlichkeit.