1. Fahrzeug: TSF-T als Ford FK 1000, 1960Im Jahre 1956 übernahm Hubert Altenweg die Funktion als Brandmeister, die Wehr zählte zu dieser Zeit 38 aktive Mitglieder. Am 1. September des Jahres 1957 wurde das 60- jährige Stiftungsfest der Feuerwehr gefeiert. Im Jahr 1958 beschaffte die Ortsgemeinde Jünkerath eine neue Motorspritze. Es handelte sich um eine TS 8/8 der Firma Ziegler. Die feierliche Einweihung fand am 27.07.1958 statt. Die Pumpe ist bis heute noch im Gebrauch. Drei Jahre später wurde der Ausrüstungsstand noch einmal nachhaltig verbessert. Die Feuerwehr wurde zusätzlich mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-T) Modell Ford FK 1000 ausgestattet. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde der Anhänger mit Motorspritze immer noch von einem Traktor gezogen, den ein Landwirt mitbringen musste. Am 22.10.1961 fand die Einsegnung statt. Von 1961 bis 1967 war Hubert Leinen Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Jünkerath.

Der nächste unhaltbare Zustand, aus heutiger Sicht, war die Alarmierung der Feuerwehr. Knapp zehn Jahre dauerten die Bemühungen und Anstrengungen der Feuerwehr gegenüber der Gemeinde, eine Alarmsirene in Jünkerath zu installieren. Jahrelanger Schriftverkehr und Unterschriftenaktionen hatten keinen Erfolg. Am Höhepunkt dieses Kampfes war man wohl Ende des Jahres 1966 angelangt. Die gesamte Freiwillige Feuerwehr hatte zum 15. Dezember des Jahres ihren Austritt aus der Feuerwehr angekündigt, falls keine Alarmsirene angeschafft würde. Dann kam endlich die Zusage der Gemeinde, die Anlage auf dem im Bau befindlichen neuen Gerätehaus zu installieren. Zusätzlich sollten weitere Brandmelder im Ort installiert werden, mit denen die Sirene ausgelöst werden konnte. Diese wurden aber aus Kostengründen wieder gestrichen. Stattdessen konnte man die Sirene vom Hause Edmund Bauer aus alarmieren. Ab jetzt war die Feuerwehr durch Anruf bei der Familie Bauer zu aktivieren. Die Zeiten in denen ein Hornist durch das Dorf fahren (falls gerade ein PKW da war) musste, um mittels Brandhorn die übrigen Kameraden zu alarmieren, waren nun endlich vorbei.

2. Feuerwehrgerätehaus, 1967 (heute Rettungswache DRK)Mit dem Bau des neuen Gerätehauses wurde 1966 begonnen. Der alte, hölzerne Steigerturm von 1930 war mittlerweile marode und entsprach keinesfalls mehr den Anforderungen einer funktionierenden Feuerwehr. Der Steigerturm wurde abgerissen, um an gleicher Stelle ein neues Gerätehaus zu bauen. Das neue Haus hatte zwei Stellplätze und sanitäre Anlagen im Erdgeschoss und im Obergeschoss einen Schulungsraum sowie einen kleineren Raum. Das Dachgeschoss wurde als Abstellraum genutzt. Die Schläuche konnten in einem Schacht getrocknet werden, der durch alle Etagen führte. Das neue Gebäude war natürlich nur durch viel Eigenleistung und Engagement der freiwilligen Helfer für die Gemeinde finanzierbar. Es wurde im Rahmen des 70- jährigen Stiftungsfestes der Feuerwehr in Verbindung mit dem Kreisfeuerwehrtag des Kreises Daun am 04.06.1967 eingeweiht. Am Samstagabend spielte natürlich die Feuerwehrkapelle der Wehr mit Einlagen des Werkschores der Demag zum Festkommers auf. Sonntags begann der Tag mit einem Festgottesdienst mit anschließender Einweihung des Gerätehauses. Am Nachmittag wurden die eingeladenen Wehren aus dem ganzen Kreis Daun, sowie teilweise aus den benachbarten Kreisen Schleiden, Prüm sowie aus Belgien empfangen. Im Anschluss folgten ein Festumzug und einige feuerwehrtechnische Vorführungen unter Mitwirkung des DRK. Im Herbst des Jahres 1967 wurde Josef Lorse als Brandmeister gewählt.

2. Fahrzeug: TSF Ford Transit, 1973Im Jahre 1970 wurde aufgrund der Verwaltungsreform des Landes Rheinland-Pfalz die Verbandsgemeinde Obere Kyll gegründet. Nach einer Änderung der Gemeindeordnung des Landes Rheinland-Pfalz vom 14.12.1973 ging die Trägerschaft der Feuerwehren in den Aufgabenbereich der Verbandsgemeinde über. Bis dahin war jede Ortsgemeinde selbst verantwortlich für den Brandschutz. Im Jahre 1971 wurde die Feuerwehr erstmals mit vier umluftunabhängigen Atemschutzgeräten ausgestattet. Im Jahre 1973 wurde der Wehr ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug TSF beschert. Gleichzeitig wurde sie zur Stützpunktwehr für die Orte Jünkerath, Feusdorf, Esch und Schüller erhoben. Es war ein Ford Transit mit Platz für eine Staffelbesatzung 1/5. Der alte Ford FK 1000 wurde an die Feuerwehr Birgel verkauft.